Eine Nasenscheidewandverkrümmung ist häufig. Die Wand zwischen den beiden Nasenlöchern, die den Nasenraum in zwei Hälften teilt, heißt Septum. Sie besteht aus Knorpel und Knochen und ist mit Schleimhaut bedeckt. Wenn diese Wand so stark zu einer Seite abweicht, dass die Atmung erschwert wird, spricht man von einer Septumdeviation. Sie kann anlagebedingt sein oder durch eine schwere Verletzung beziehungsweise eine frühere Operation entstehen.
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Eine Septumdeviation kommt sehr häufig vor und muss nicht operiert werden, solange sie die Atmung nicht tatsächlich beeinträchtigt. Ist die Verkrümmung stark genug, um den Luftstrom zu verringern, verstopft sie die betroffene Seite und lenkt die Atemluft zur anderen Nasenöffnung um. In der anderen Nasenhälfte, die dadurch mehr Luft als vorgesehen verarbeiten muss, kann sich mit der Zeit eine Vergrößerung der Nasenmuscheln, eine Muschelhypertrophie, entwickeln.
Sie ist die operative Korrektur einer verkrümmten Nasenscheidewand, die die Atmung erheblich beeinträchtigt.
Eine wichtige Aufgabe des Septums ist es, das Gewicht der Nase zu tragen und wie eine Stützsäule ihre aufrechte Form zu erhalten. Deshalb sollte der störende Bereich möglichst korrigiert und nicht einfach entfernt werden. Eine unnötige Entfernung von Septumanteilen lässt sich mit einem Gebäude vergleichen, dessen tragende Säulen durchtrennt werden. Es gibt zuverlässige Studien, denen zufolge Eingriffe am Septum außer bei ausgeprägten Verkrümmungen die Atmung nicht verbessern.
Wird unnötig viel Knorpel aus dem Septum entfernt, kann das Nasendach im Laufe der Zeit einsinken oder sich verformen.
Nasenmuscheln sind Strukturen in den Nasengängen, die die eingeatmete Luft reinigen, erwärmen und befeuchten. In jeder Nasenhälfte befinden sich drei. Man kann sie mit Luftfiltern eines Fahrzeugmotors vergleichen. Je nach Luftqualität oder infolge allergischer Reaktionen können sie dauerhaft anschwellen und die Atmung erschweren. Nasenmuscheln können sich wie ein Schwamm vergrößern und verkleinern. Deshalb führen sie zu Verstopfungen, die von der Umgebung und Körperposition abhängen.
Die Verkleinerung stark vergrößerter Nasenmuscheln mit chirurgischen oder instrumentellen Verfahren heißt Muschelplastik. Meist erfolgt sie in einem kurzen Eingriff mit Radiofrequenzwellen, seltener operativ. Wegen ihrer wichtigen Funktionen dürfen die Nasenmuscheln niemals vollständig entfernt werden. Sie können allerdings später erneut wachsen und Beschwerden verursachen.
Besonders bei körperlicher Belastung, etwa beim Sport oder bei tiefer Atmung, erhöht sich die Atemfrequenz. Die Nasenflügel wirken dann wie Ventile, die die einströmende Luftmenge regulieren. Ihre Knorpel können anlagebedingt schwach und dünn sein; manchmal entsteht dies nach einer Operation. Bei schneller, tiefer Atmung, insbesondere unter Belastung, können die Nasenflügel nach innen kollabieren, anliegen und den Atemweg verschließen. Dies nennt man Nasenklappeninsuffizienz.
Bei der operativen Behandlung müssen die Nasenflügel gestützt und verstärkt werden. Dafür werden meist Knorpeltransplantate aus der Ohrmuschel verwendet.
Seine Facharztausbildung absolvierte er an der Eskişehir Osmangazi Universität. Er arbeitet in seiner Praxis in Kağıthane, Istanbul.