Die Gesäßkorrektur ist ein ästhetischer Eingriff zur Verbesserung von Form, Volumen und Kontur des Gesäßes. Sie verleiht ihm ein volleres, strafferes und zu den Körperproportionen passendes Erscheinungsbild.
2 - 4 Stunden
1 Tag
7 - 10 Tage
6 - 8 Wochen
Frauen mit einer anlagebedingt eher männlichen Hüftform haben häufig eine breite Taille und schmale Hüften, wodurch feminine Konturen weniger ausgeprägt sind. Dafür wurde eine Reihe von in letzter Zeit sehr beliebten Eingriffen zur Gesäß- beziehungsweise Hüftformung entwickelt. Ziel ist es, die Taille zu verschmälern und die Rundung des Gesäßes nach hinten oder seitlich zu verstärken.
Bei geringer Gesäßprojektion werden der natürlichen Form angepasste Silikonimplantate in den großen Gesäßmuskel, den Musculus gluteus maximus, eingesetzt. Vorher wird anhand der Körpermaße die mögliche Größe berechnet; Markierungen legen Implantatgröße und Position fest. Der Eingriff erfolgt im Operationssaal unter Vollnarkose und dauert durchschnittlich eineinhalb Stunden. Ein Krankenhausaufenthalt von einem Tag wird empfohlen. Nach etwa einer Woche ist die Rückkehr in den Alltag möglich. Weil das Implantat im Muskel liegt, können Bewegungen in den ersten Tagen Schmerzen verursachen. Gleichzeitig können Taille und Bauch abgesaugt und mit Eigenfett rundere Übergänge um das Implantat geschaffen werden. Für drei bis vier Wochen ist formende Kompressionskleidung erforderlich. Die verbreitete Annahme, man dürfe danach nicht auf dem Gesäß sitzen, ist falsch: Im Sitzen liegen die Implantate hinter und nicht unter dem Gesäß. Mit einem stützenden Kissen unter der Lendenwirbelsäule ist Rückenlage bereits ab dem ersten Tag möglich. Gesäßimplantate sind für eine lebenslange Verwendung vorgesehen. Besonders wichtig ist, in diesem Bereich keine Injektionen vornehmen zu lassen.
Diese Methode ist in letzter Zeit besonders gefragt. Vor allem bei Fettansammlungen an Taille und Beinen wird durch Fettabsaugung gewonnenes Gewebe in das Gesäß injiziert. Vorteile sind der Verzicht auf Implantate und ein teilweise leichter verträglicher Eingriff. Nachteile sind das begrenzte injizierbare Volumen und der spätere Volumenverlust durch teilweisen Fettabbau.
Die Operation erfolgt unter Vollnarkose im Operationssaal. Zunächst wird in Rückenlage die Fettabsaugung durchgeführt. Anschließend wird der Patient auf den Bauch gedreht und das Gesäß mit dem gewonnenen Gewebe geformt. Der Eingriff dauert durchschnittlich zwei Stunden. Ein Tag Krankenhausaufenthalt genügt; eine Rückkehr in den Alltag ist innerhalb von fünf Tagen möglich. Besonders wichtig sind formende Kompressionskleidung für drei bis vier Wochen und der Verzicht auf Rauchen, bis das Fettgewebe an seinem neuen Ort eingewachsen ist.
Fotos von übermäßig vergrößerten Gesäßen im Internet können Patienten leider in die Irre führen. Selbst wenn genügend Fett gewonnen wird, sind nach übermäßigen Injektionen Lungenembolien und Todesfälle aufgetreten. Die türkische Ausgangsseite verweist hierbei auf eine von der Weltgesundheitsorganisation und anderen Fachautoren betonte Gesamtgrenze von 200 ml.
Seine Facharztausbildung absolvierte er an der Eskişehir Osmangazi Universität. Er arbeitet in seiner Praxis in Kağıthane, Istanbul.